Gewaltpräventives Projekt "Schritte gegen Tritte"

In Kooperation mit der Arbeitsstelle Friedensarbeit im

Haus Kirchlicher Dienste der Landeskirche Hannovers

bieten wir an, in Jugendgruppen oder in Schulklassen ein gewaltpräventives Projekt durchzuführen. Es heißt "Schritte gegen Tritte". Hier stellen wir das Projekt in Kürze vor:

Jugendgewalt

Der Umgang von Jugendlichen untereinander ist heute um ein Vielfaches mehr von Gewalt geprägt als früher. Vieles spielt sich unterhalb der Oberfläche ab und ist für die Erwachsenen oft nicht einsehbar. Gewalt - sicher ein Phänomen des jugendlichen Alltags, aber auch ein Phänomen der Normalität?

Wenn Menschen mit Gewalt konfrontiert werden, dann fühlen sie sich ihr oft hilflos ausgeliefert. Das Projekt "Schritte gegen Tritte" möchte konkrete Handlungsperspektiven bieten.

Das Projekt

Dieses gewaltpräventive Projekt wurde von einer ökumenischen Arbeitsgruppe von Pädagogen und Theologen unter der Leitung des evangelischen Pastors Klaus Burckhardt im Jahre 1993 entwickelt und praxiserprobt. Es eignet sich für Schulklassen der Jahrgangsstufen 7 bis 13 oder für Konfirmandengruppen, Jugendfreizeiten o.ä. Es kann als Projekttag (6 U-Stunden) oder im Rahmen eines Wochenendseminars durchgeführt werden.

Inzwischen ist das Projekt in mehr als 40 unterschiedlichen Schulen (OS, Haupt- und Realschule, Gymnasium sowie BBS) mit mehr als 18.000 Schülern in Hessen, Niedersachsen und Sachsen-Anhalt durchgeführt worden.

Die Intention

Das Schulprojekt möchte:

  • unterschiedliche Gewaltursachen, - strukturen, -reaktionen am Beispiel südafrikanischer und deutscher Jugendlicher aufzeigen und bewusst machen
  • SchülerInnen die Möglichkeit geben, eigene Gewalterfahrungen zur Sprache zu bringen, kritisch zu reflektieren und nach deren Ursachen zu fragen
  • neben den gewohnten Reaktionsmustern (Flucht oder Gegengewalt) andere Alternativen als effektive und deeskalierende Reaktionen auf persönlich erlebte Gewalt erarbeiten
  • Mut machen, gemeinsam konkrete Handlungshilfen im Umgang mit Gewalt zu entdecken und im Rollenspiel zu erproben
  • neue Zugänge zur christlich-ethischen Basis des aktiven, gewaltfreien Widerstands schaffen.

Im Anschluss an das Projekt empfehlen wir eine Ausbildung zum Konfliktschlichter, die unser Partner "Aktion Brückenschlag e.V." (Lüneburg) durchführt.

Sollte das Projekt in Schulklassen eingesetzt werden, ist eine vorherige SCHILF obligatorisch.

Die Methoden

Innerhalb des Projekts wird mit vielfältigen Medien und Methoden gearbeitet, u.a. eine Ausstellung „Canaan ist überall“ (ein Flüchtlingslager in Durban/Südafrika), dreidimensionales Simulationsspiel „Canaan - eine Flüchtlingsfamilie unterwegs“, Rollenspiele, Videoausschnitte („Schrei nach Freiheit“ und„Dienstag - Gewalt in der U-Bahn“).

Der Initiator

Klaus Burckhardt sammelte während seiner neunjährigen Tätigkeit als Pastor in Durban/Südafrika Erfahrung in der Konfliktschlichtung. Seit 1993 lebt er wieder mit seiner Familie in Deutschland. Heute arbeitet er als Beauftragter für Mission und Ökumene des Ev.-luth. Missionswerkes (ELM) in Braunschweig.

Kooperationspartner

Bis 1998 hat Klaus Burckhardt jedes Projekt selbst durchgeführt. Inzwischen ist die Nachfrage aber so groß geworden, dass er nach Kooperationspartnern in verschiedenen Regionen Niedersachsens gesucht hat, die in eigenständiger Verantwortung die Projektleitung übernehmen.

Als solch ein Partner verstehen wir uns für die Elbe-Weser-Region. Falls Sie aus einer anderen Region kommen, erhalten Sie bei uns die Adressen weiterer Kooperationspartner.

Interesse?

Bei Zusendung von 8 Euro in Briefmarken erhalten Sie ein ausführliches Materialheft (inkl. Portokosten). Bitte schreiben Sie an die FuB Oese, Sandra Rudat, Neu-Oese 5, 27432 Basdahl-Oese.

Weitere Informationen erhalten sie unter http://www.schrittegegentritte.de/

 

Terminabsprachen und Kosten-Informationen:

Sandra Rudat ist Jugendbildungsreferentin in der Freizeit- und Begegnungsstätte Oese